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 Little Big Planet (PSP) – Sackboy im Testlabor

Little Big Planet (PSP) – Sackboy im Testlabor

Der Release von Little Big Planet auf der PlayStation 3 liegt nun bereits einige Zeit zurück, trotzdem erfreut sich das Spiel immer noch einer großen Beliebtheit und ständig wachsenden Community, die mit Hilfe des Editors immer neue Spielwelten für das Jump’n’Run entwirft. Damit man aber auch unterwegs nicht auf die Sackboys verzichten muss, hat Sony nun auch Little Big Planet (LBP) für die PSP veröffentlicht. In unserem Review klären wir, ob der Spielspaß auch auf dem Handheld gegeben ist.

Zu Beginn möchten wir gleich anmerken, dass LBP sowohl für Besitzer der PS3-Version geeignet ist als auch für komplette Neulinge des Spiels. Beginnt ihr das Abenteuer nämlich auf der PSP werdet ihr durch einen Level geführt, der euch auch gleichzeitig als ausführliches Tutorial dient. So läuft euer kleiner Sackboy über Schaltflächen die Videos auslösen, in diesem wird euch Schritt für Schritt der einfache aber dennoch sehr umfangreiche Editor erklärt und wie ihr damit fast grenzenlos neue Level erschaffen könnt. Natürlich werden aber auch bereits einige Bausätze direkt mitgeliefert, so dass ihr nicht sofort selbst euren Wunschabschnitt basteln müsst.

Die Faszination des Spiels macht aber ohne jeden Zweifel der Umgang mit dem Leveleditor aus, denn einfach jeder kann in wenigen Minuten zumindest einfache Hindernisabschnitte für seine kleinen Spielfiguren entwerfen. Auf Tastendruck ruft ihr wie im großen Vorbild ein Menü auf, in dem allerhand Formen, Farben, Materialien und sonstige hilfreiche Dinge für den Baukünstler enthalten sind. Diese lassen sich nicht nur direkt platzieren, drehen, neu anmalen oder abändern, sondern auch nach dem Schließen des Menüs direkt austesten und auf die Spielbarkeit hin prüfen. Euren Möglichkeiten werden fast keine Grenzen gesetzt, denn nicht nur normale Formen auch die Physikrätsel, Schalter und Plattformen helfen dabei etwas Besonderes aus eurem Level zu machen.

Damit ihr aber nicht nur auf euer eigenes Können angewiesen seid, könnt ihr euch natürlich auch mit dem PlayStation-Network verbinden und die erstellten Level von Spielern aus der ganzen Welt auf euren Memory Stick herunterladen. Die eigenen Entwürfe lassen sich ebenso mit Freunden tauschen und durch die Community bewerten. In diesem Punkt steht das kleine Abenteuer der PS3-Version also praktisch in nichts nach. Denn ebenso wie die Spielabschnitte, könnt ihr auch euren Sackboy umdekorieren und euch so euren kleinen Wunschhelden erschaffen, der von nun an durch wunderbare Welten gesteuert werden kann.

Wer sich aber zu Beginn noch überfordert fühlt, der kann in Ruhe die mitgelieferte Spielwelt erkunden. Anhand dieser Welten lassen sich bereits unglaubliche Vielfalt und die Möglichkeiten des Spiels erkennen. Auch könnt ihr hier erste Versuche mit den Physikspielereien anstellen, Rätsel lösen und Abgründe überwinden. Neben all den Sprung- und Schalterpassagen bekommt ihr es natürlich auch mit Gegnern zu tun. Somit werdet ihr in jedem Fall viele spaßige Stunden mit der Kampagne verbringen können und euch anschließend fast unendlich an den Welten der anderen User erfreuen können oder euch aber selbst am Editor versuchen. Sowohl Einsteiger als auch geübte Jump’n’Run-Spieler werden eine Menge Spaß mit der PSP-Version von Little Big Planet haben.

Selbst im Bereich der Grafik, Sprachausgabe und Erklärungsvideos ist die Handheld-Variante durchaus gelungen. Zwar ist die Texturqualität der Gegenstände die man im Level verteilen kann nicht auf dem Niveau der PS3, trotzdem sieht Little Big Planet auch auf der PSP sehr charmant aus. Was besonders an den liebevollen Animationen des Sackboy aber auch an der Vielfalt und den farbenfrohen Objekte in der Spielwelt liegt. Die kleineren Schwächen lassen sich also sehr gut akzeptieren, da das Gesamtbild in jedem Fall stimmt. Einzig die Ladezeiten fallen wieder einmal etwas negativ in Gewicht, da sich nicht das komplette Spiel auf dem Memory Stick installieren lässt.

Fazit: Sony ist es tatsächlich gelungen Little Big Planet fast im vollen Umfang von der PS3 auf die PSP zu portieren. Der Leveleditor ist ähnlich simpel zu bedienen, enthält aber trotzdem haufenweise Material, um auch ausgefallene Ideen umzusetzen. 30 neue Level sind bereits mit im Gepäck, wer sich daran satt gespielt hat, entwirft sein eigenes Abenteuer oder greift auf die Erschaffungen der anderen User im PlayStation Network zurück. Grafik, Physikspielereien und Einsteigerfreundlichkeit stimmen auch auf dem Handheld, lediglich die Ladezeiten und die Tatsache, dass man nur noch alleine an Welten bauen kann und diese auch nur noch alleine bespielen kann, trübt die ansonsten glanzvolle Vorstellung des Sackboys auf der PSP.

Rating: 9/10

 Motorstorm: Arctic Edge – Action und Spaß auch auf der PSP?

Motorstorm: Arctic Edge – Action und Spaß auch auf der PSP?

Motorstorm war einer der großen Hype-Titel der PlayStation 3, nachdem bereits ein zweiter Teil für die PS3 erschienen ist, können sich PSP-Spieler auf den eisigen dritten Teil von Motorstorm freuen.

Der Untertitel „Arctic Edge“ hat es bereits verraten und das sehenswerte Intro macht es noch deutlicher. Eine Videosequenz gefolgt von Spielmaterial, welches passend mit Musik von The Prodigy unterlegt ist, zeigt die Action im Eis und sorgt für die ideale Einstimmung. Anschließend landet ihr auch gleich im nicht minder stylischen Hauptmenü von Motorstorm: Arctic Edge.

Hier könnt ihr nun zu erst in der Werkstatt die ersten Fahrzeuge optisch anpassen, sowohl was die Farben aber auch Vinyls betrifft. Außerdem gibt es Zugriff auf diverse Statistiken, freigespielte Filme, Steuerungsoptionen und die Auswahl der Wunschmusik, mit dabei sind wie erwähnt The Prodigy, Bullet for my Valentine, Motorhead, The Chemical Brothers, Queens of the Stone Age und einige mehr. Somit brauchen wir wohl nicht darauf hinzuweisen, dass die Musik des Spiels große Klasse geworden ist und perfekt zur Atmosphäre beiträgt.

Bevor wir uns dem Festival Mode zu wenden, wollen wir euch aber noch den Part für Zeitrennen erklären. Dahinter verstecken sich nämlich auch die Mehrspieler-Modi im Ad-Hoc-Modus oder direkt Online, auch Ghost Cars können hochgeladen werden oder ihr könnt gegen andere Ghost Cars aus der ganzen Welt antreten, eine Weltrangliste gibt es natürlich auch. Die Rennen lassen sich dabei beliebig modifizieren, Strecken könnt ihr also auch rückwärts befahren, die erlaubten Fahrzeugklassen einschränken und vieles mehr. Genügend Spielzeit werdet ihr hier also sicherlich investieren können.

Der Festival-Modus ist praktisch der Karriere-Modus von Motorstorm: Arctic Edge, je nach eurem Erfolg schaltet ihr hier weitere Events frei, vorausgesetzt ihr erreicht genug Punkte, die nur die drei Bestplatzieren erhalten. Etwas schade an dieser Stelle ist der deutlich geringere Schwierigkeitsgrad gegenüber der PS3-Version, auch gibt es keine wirklichen Etappen bzw. Turniere, da jedes Event nur aus einem einzelnen Rennen besteht. Was ein wenig die Wertung drückt.

Neben normalen Rennen absolviert ihr auch noch weitere Renntypen, so müsst ihr mal durch markierte Punkte fahren und damit im Zeitlimit bleiben. Bei jeder Durchfahrt, erhaltet ihr wieder etwas mehr Zeit aufs Konto. Das besondere daran ist aber eher, dass die Tore immer anders platziert sind pro Runde, somit müsst ihr ständig den Streckenabschnitt ändern.

Aber auch die normalen Rennen sind immer wieder interessant und kein Rennen ist wie das andere, da ihr für jeden Fahrzeugtyp die ideale Streckenlinie finden müsst. Diese sind dabei sehr breit und abwechslungsreich geworden, neben vereisten Abschnitten gibt es auch Schlamm, tiefen Schnee und diverse andere Untergründe. Sprungschanzen, Rampen und hinter schweren Fahrzeugen zusammenbrechende Eisbrücken sorgen für weitere Abwechslung.

Die Fahrzeugtypen sind ebenso abwechslungsreich, da gibt es Motorräder, Buggys, LKWs, Quads, Schneemobile, Eiswühler und Pistenraupen. Alle steuern sich dabei unterschiedlich, leider haben aber die Schnee- und Eisflächen keine wirklichen Auswirkungen auf das Fahrverhalten. Der ständige Einsatz des Boosts ist in der PSP-Version ebenso wichtig wie bei den PS3-Varianten, durch tiefen Schnee kühlt sich dieser übrigens auch wieder schneller ab.

Die Steuerung klappt bestens, die Beherrschung der Fahrzeuge geht also entsprechend leicht von der Hand, Sounds und Musik sind sowieso über jeden Zweifel erhaben. Auch im optischen Bereich gibt sich das kleine Motorstorm keine Blöße, ihr bekommt eine großartige Sichtweite, knackig scharfe Texturen, bis zu 10 Fahrzeuge die gleichzeitig auf den Pisten toben und allerhand animierte Objekte präsentiert. Darunter Videoleinwände, Ballons, Hubschrauber und vieles mehr. Ein weiteres Highlight sind auch die gelungenen Lichteffekte, wo die Sonne schöne Effekte zwischen den Bergen zu erzeugen weiß. Ein optisches Schadensmodell und der dazugehörige Crash Slowmotion-Effekt sind natürlich auch wieder dabei, trotzdem sucht ihr Einbrüche in der Framerate vergebens.

Fazit: Motorstorm: Arctic Edge ist ein wirkliches gelungenes Spiel geworden. Es gibt viele Abwechslungsreiche Strecken, 10 Fahrzeuge gleichzeitig auf dem Bildschirm, gute Musik, überzeugende Grafik und viele Fahrzeugklassen. Zwar fehlt ein wirkliches Tuning und auch der Schwierigkeitsgrad ist relativ einfach ausgefallen, dafür gibt es aber Online-Highscores, Online-Multiplayer-Rennen und einen relativ umfangreichen Festival Mode.

Fans von Offroad-Rennspielen oder der Motostorm-Serie können beruhigt zugreifen, allerdings solltet ihr bedenken, dass der Umfang etwas hinter dem großen Vorbild zurück steht und auch im Festival Mode nur einzelne Rennen pro Event stattfinden, was das Gefühl eines Wettkampfes etwas mindert. Trotzdem bleibt ein gutes Spiel, dass mit flüssiger und guter Grafik zu überzeugen weiß.

Rating: 9/10

 Gran Turismo für PSP – Kann die Simulation auch hier überzeugen?

Gran Turismo für PSP – Kann die Simulation auch hier überzeugen?

Lange Zeit war es still um Gran Turismo für die PSP, dann kam relativ überraschend das Spiel pünktlich zum Start der PSP Go in den Handel. Doch kann die Simulation im Motorsport-Genre auch auf dem Handheld überzeugen? Welche Einschnitte es gab und warum Gran Turismo auf der PSP nicht der erwartete Knaller geworden ist, klären wir im Test.

Das Rennspielepos startet dabei wie von den großen Konsolen her gewöhnt auch auf der PSP mit einem sehenswerten Render-Intro. Anschließend findet man sich in einem schlichten aber schicken Menü wieder. Hier sollte übrigens beim Kauf der UMD-Version euer erster Weg in das Optionsmenü gehen, um dort das Spiel zu installieren. Dazu braucht ihr über 800 MB an  freien Speicherplatz auf eurem Memory Stick für dieses Unterfangen und ca. 15 Minuten an Zeit. Dadurch werden die Ladepausen auf ein gutes Maß reduziert, alles andere ist leider als nicht erträglich zu beschreiben, denn die Ladezeiten von der UMD fallen sonst nicht nur extrem lang sondern auch extrem häufig aus bzw. an.

In den Optionen könnt ihr noch vieles mehr tun, natürlich lässt sich hier auch die Steuerung im kleinsten Detail an die eigenen Wünsche anpassen, ihr könnt diverse Statistiken, eure Fahrzeugsammlung und einiges mehr einsehen, darunter auch Wiederholungen die ihr zuvor gespeichert habt. Zu guter Letzt findet sich hier auch noch eine ausführliche Anleitung, die weitere Tipps für den Rennalltag bereit hält.

Der nächste Schritt führt euch zu den Fahrherausforderungen, die mit den Prüfungen der alten Teile am besten zu vergleichen sind. Hier lernt ihr jedes mögliche Fahrmanöver im Detail kennen, somit könnt ihr bereits viele Stunden an Spielzeit investieren, um euer Können immer weiter zu verbessern. Angefangen bei einfachen Manövern, wie dem bremsen in einer bestimmten Zone über diverse Kurvenfahrten bis hin zu extremen Fahrmanövern bei hoher Geschwindigkeit. Die Herausforderungen motivieren dabei durch das gewohnte Medaillensystem besonders, auf Wunsch könnt ihr euch auch zu jeder Prüfung eine Demo mit Sprachausgabe als Vorführung und Erklärung ansehen. An diesem Modus gibt es somit nicht das Geringste auszusetzen.

Nachdem man nun die ersten Credits mühsam verdient hat, dürfte der Weg wohl in das virtuelle Autohaus führen. Leider gibt es hier den ersten Dämpfer für das Sammelvergnügen, denn euch stehen je nach InGame-Spieltag nur gewisse Autohändler mit bestimmten Autos zur Verfügung. Somit verhindert das Spiel, dass ihr euer Wunschauto erwerben könnt und ihr seid gezwungen immer wieder vorbei zu schauen, bis ihr vielleicht die gewünschten Wagen findet. Auch gibt es keinen Anhaltspunkt dadurch, welche Modelle überhaupt zur Wahl stehen werden. Das ist besonders schade, da es insgesamt 800 Wagen in Gran Turismo gibt und auch alle namhaften Hersteller vertreten sind, darunter BMW, Audi, VW, Toyota, Chevrolet, Bentley und viele mehr. Auch sollen erworbene Fahrzeuge euch im kommenden GT 5 für die PS3 zur Verfügung stehen, wenn ihr diese in der PSP-Version erworben habt.

Bevor wir zum Einzelspieler-Modus selbst kommen, sei noch kurz der enttäuschende Multiplayer-Part angesprochen. Denn es gibt hier nur die Möglichkeit mit Freunden direkt im Ad-hoc-Modus zu spielen, Ghostcars über das Internet beziehen oder gar über das Internet spielen ist nicht möglich.

Damit kommen wir nun aber zum eigentlichen Herzstück der meisten Rennspiele, nur leider fehlt dieser in der PSP-Version. Richtig gelesen, es gibt keinen Karriere-Modus oder etwas Vergleichbares. Euch stehen aber trotzdem Einzelrennen, Drift-Rennen, Zeitrennen und einiges mehr an Spielmodi zur Auswahl. Eine Anpassung der Rundenanzahl und die enorme Streckenvielfalt (45 Stück!) machen aber wieder einiges an Boden gut. Stadtkurse, Rundkurse, Rallye-Etappen alles ist mit an Bord, somit könnt ihr euch in New York, Suzuka, Laguna Seca oder Seoul und anderen Orten nach Lust und Laune austoben.

Die Steuerung klappt übrigens mit dem kleinen Analog Stick der PSP relativ gut, auch wenn man nicht die Genauigkeit der Konsolen-Varianten erreicht. Gran Turismo bleibt in jedem Fall auch auf der PSP eine Rennsimulation, in der ihr stark auf eure Lenkung, Bremspunkte und mehr achten müsst, um eine Chance zu haben.

Auf der technischen Seite gibt es leider auch Licht und Schatten. Die Automodelle sind detailliert und schön anzusehen, die Strecken überzeugen mit vielen Details aber teils etwas matschigen Texturen. Mehrere Ansichten gibt es ebenfalls, wir empfehlen allerdings die Stoßstangen-Ansicht, da die anderen entweder keine gute Übersicht, ein zu schlechtes Geschwindigkeitsgefühl oder optisch zu wenig bieten. Zwar existiert eine Cockpit-Ansicht doch habt ihr in dieser lediglich einen schwarzen Rahmen als Cockpit.

Negativ ist uns hier außerdem bei langsameren Wagen, das schlechte Geschwindigkeitsgefühl aufgefallen. Wer also mit 100-150 km/h unterwegs ist, denkt sich also leider häufiger dass er eher mit der jeweiligen Hälfte der Geschwindigkeit voran schleicht.

Fazit: Leider kann Gran Turismo für die PSP nicht die hohen Erwartungen an die Serie erfüllen, das liegt an mehreren Punkten. Zum einen fehlt ein Karriere-Modus, es gibt kein optisches oder vollständiges Schadensmodell, ein Online-Modus fehlt und der Wagenhändler ist ein weiterer negativer Punkt für Sammler. Dieser bietet nämlich nur pro Spieltag gewisse Marken und Fahrzeuge an.

Auf der Habenseite steht die große Anzahl an Fahrzeugen, haufenweise Strecken, viele normale Spielmodi (keine Karriere) und Fahrherausforderungen, aber auch die Grafik weiß zu gefallen. Die Sounds und Musik sind Serientypisch ebenso wie die Aufmachung ebenfalls gelungen, auf Wunsch kann man aber auch die eigene Musik abspielen lassen.

Was bleibt ist eine gute Rennsimulation, die aber leider unter einigen Schwachstellen und unter einem fehlenden Motivator leidet. Somit bleibt nur ein schwaches gut für Gran Turismo auf der PSP, was nach all der Wartezeit durchaus ein wenig enttäuschend ist.

Rating: 7/10



Special: Minis der PSP im Kurztest

Heute wollen wir euch eine kurze Übersicht mit Rating von 12 der aktuell 17 erhältlichen „Minis“ für die PSP bringen. Unter den ersten Titeln befinden sich einige Umsetzungen aus dem AppStore für iPhone und iPod Touch. Leider sind uns in diesem Zusammenhang meist höhere Preise und eine schlechtere Version für die PSP negativ aufgefallen. Trotzdem findet ihr auch auf dem Handheld von Sony einige lohnenswerte kleine Spielchen, aber auch jetzt bereits aus unserer Sicht relativ viele, die man sich auch sparen kann.

Brainpipe – Hands-On Mobile – 4,99€

Brainpipe erinnert ein wenig an den Klassiker „Microcosm“, denn auch hier ist man im inneren einer Person unterwegs. Allerdings müsst ihr bei Brainpipe hauptsächlich Objekten ausweichen und der Mini-Titel kann weniger optisch, spielerisch oder inhaltlich an den Klassiker anknüpfen. Alles wirkt zu abgedreht und schnell zusammen gewürfelt. Auch wenn das Spiel nur knapp 5€ kostet, können wir Brainpipe euch nicht wirklich empfehlen. Die PSP ist auch bei günstigen Spielen zu deutlich mehr in der Lage. Schade um die im Grunde interessante Idee, aber simpel ist leider nicht immer auch gut.

Rating: 5/10



Funky Punch – Solus Games – 3,99€

Unser zweiter Titel den wir uns näher angeschaut haben ist Funky Punch, nicht nur ist das Spiel günstiger, sondern auch eine große Ecke besser. Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich um einen abgedrehten 2D Prügler im Comic Stil. So habt ihr es mit 12 verschieden Kämpfern zu tun, die alle über spezielle Moves verfügen und unterschiedlicher kaum ausfallen könnten. Da gibt es Strichmännchen oder auch Charaktere im besten Agent Stil von Matrix.

Diverse Spielmodi, Arenen und eine ordentliche Steuerung, sowie charmante Comic Grafik machen den Titel für Genrefans durchaus interessant.

Rating: 7/10



Bloons – Hands-On Mobile – 3,99€

Mit Bloons erhaltet ihr ein Spiel, was zwar umfangreich ist und durchaus einige Herausforderungen mit sich bringt, aber in ähnlicher Form auch kostenlos als Flash-Spiel im Internet zu finden ist. So müsst ihr hier mit Pfeilen diverse Ballons zum Platzen bringen, dass ganze hört sich zwar einfacher an als es ist und es gibt auch viele Level und Abwechslung, trotzdem ist das Spiel optisch nicht gerade empfehlenswert. Zwar kann man mit Bloons durchaus Spaß haben, allerdings ist das Spiel mit knapp 4€ zu teuer geworden, bedenkt man vor allem das Bloons im AppStore für passende 79 Cent zu haben ist.

Rating: 5/10



Kahoots – Honeyslug – 2,99€

Für gerade einmal knapp 3€ präsentiert sich Kahoots als eine Mischung aus Toki Tori und Lemmings. Diese guten Spiele nennen wir nicht umsonst, denn auch hier müssen kleine Kahoots sicher ins Ziel geführt werden. Dabei habt ihr es mit vielen Hindernissen zu tun, müsst Steine verschieben und Rätsel lösen. Optisch ist Kahoots ebenfalls positiv aufgefallen und erinnert vom Stil her sogar an Little Big Planet. Mit 50 Levels und einer abgedrehten Sprecherfigur ist das Spiel durchaus einen Blick wert!

Rating: 7/10



Puzzle Scape Mini – Farmind – 2,99€

Weiter geht es mit einem weiteren empfehlenswerten Spiel, zumindest wenn ihr mit Tetris ähnlichen Titeln etwas anfangen könnt. Denn auch hier müsst ihr allerhand Blöcke verschieben, habt aber durch 3D-Hintergründe, eine bunte Grafik und fetzige Musik auch eine große Menge Spaß dabei. Puzzle Scape ist dabei allerdings alles andere als einfach und gestaltet sich deutlich schwerer als die klassische Tetris-Variante, wer sich die Zeit allerdings nimmt bekommt ein gelungenes Puzzle Game für die PSP für knapp 3€ präsentiert.

Rating: 7/10



Fortix – Complete-IT – 3,99€

Mit Fortix erhaltet ihr eine Mischung aus Strategie und Klassiker, da das Spiel etwas von Tron und anderen Klassikern hat. Ihr zieht hinter eurem Ritter namens Fortix eine Linie, schließt diese mit einer anderen ab, gehört euch dieses Gebiet auf dem Bildschirm. Das Ganze ist dabei an ein Mittelalter-Setting angepasst. Während die Geschichte und Abwechslung (Drachen, Katapulte und Co.) durchaus in Ordnung gehen, enttäuscht die Grafik auf voller Linie. Wir verlangen sicher keine Wunder für ein günstiges Spiel, aber leider wird hier einfach zu wenig geboten, da die Aufmachung durchaus Atmosphäre kostet und so kein richtiger Spaß aufkommen mag.

Rating: 5/10



Alien Havoc – Creat Studios – 4,99€

Eigentlich klingt Alien Havoc ganz witzig und ganz falsch ist das auch nicht, müsst ihr doch hier mit einem Außerirdischen ein paar arme Kühe von einer Farm entführen. Die Idee ist also gut, doch wie ist die Umsetzung? Natürlich wäre es zu einfach, wenn ihr die Kühe nur einsammeln müsstet, also stellen sich euch auf den 20 Farmen auch die entsprechenden Farmer entgegen. Hier gilt es also diese mit Steinen zu betäuben oder sich im hohen Gras zu verstecken. Soweit so gut, leider macht die extrem schlichte 2D Optik auch hier zu vieles kaputt. Somit könne wir auch hier keine bessere Wertung als Mittelmaß vergeben, da 5€ auch für eine nette Idee und schwache Optik leider zu viel ist.

Rating: 5/10



Tetris – Electronic Arts – 4,99€

Es dürfte wohl nicht viele Menschen auf der Welt gehen, die noch nichts von Tetris gehört haben, dazu wollen wir zum eigentlichen Blöcke-Stapler auch nicht viele Worte verlieren. Diese Auflage des Klassikers bietet euch neben dem klassischen Spielmodus auch noch 12 weitere in 15 Schwierigkeitsstufen an. Neben einer farbenfrohen Optik hat auch die klassische Musik eine moderne Variation erhalten. Tetris Fans bekommen eine sehr gute und immer wieder unterhaltsame Version. Das Spiel ist mit knapp 5€ kein wirkliches Schnäppchen, aber trotzdem einen Kauf wert.

Rating: 8/10



Vempire – Impressionware – 2,99€

Vempire ist ein typisches Puzzle Game, bei dem ihr Reihen oder Säulen aus 4 oder mehr Blöcken bilden müsst. Zeitlimits und einige zusätzliche zufällig verteilte Fertigkeiten bringen etwas Abwechslung in das Spiel. Da auch Geld gesammelt werden kann, lassen sich Kreaturen zur Hilfe rufen, diese können beim Blöcke zerstören behilflich sein. Trotz 40 Levels bleibt das Spiel aber hinter vielen besseren Alternativen zurück, auch optisch. Hier gilt leider, lieber ein paar Euro mehr ausgeben und das extrem umfangreiche Puzzle Quest holen, da bekommt ihr eine umfangreiche Story, RPG-Aspekte, Quests und Items, sowie ein besseres Puzzle-Prinzip.

Extreme Puzzle-Freunde können zwar einen Kauf für knapp 3€ in Betracht ziehen, alle anderen sollten aber besser passen.

Rating: 5/10



Hero of Sparta – Gameloft – 4,99€

Gameloft ist aktuell wohl der größte Entwickler für Spiele im AppStore und hat mit Hero of Sparta eines ihrer ersten Spiele auch nun als Mini für die PSP zur Verfügung gestellt. Knapp 5€ kostet der kleine Ableger der frappierend an God of War erinnert. Als Spartaner haut ihr allerhand Gegner um und bekommt es mit großen Bossgegnern zu tun, dass Abenteuer ist mit 8 Levels allerdings relativ kurz. Auch sind die Steuerung und die Umgebungsgrafik leider gegenüber der IPhone-Variante etwas schlechter ausgefallen. Was aufgrund der Stärke der PSP und der echten Kontrollmethoden durchaus ärgerlich ist.

Auf dem iPhone gibt’s das Spiel inzwischen für 1,59€ und auf der PSP erhaltet ihr für wenige Euro mehr bereits das extrem gute und optisch perfekte God of War. Entsprechend schwer hat es Hero of Sparta, als Mini ist das Spiel aber dennoch weiterhin gut gemacht und für Action Fans einen Blick wert.

Rating: 7/10



Pinball Fantasies – Cowboy Rodeo – 4,99€

Die letzten zwei Spiele die wir euch vorstellen möchten, sind wirkliche Perlen der Minis. Amiga Fans werden bei dem Namen bereits aufgehorcht haben. Pinball Fantasies ist die Umsetzung des wohl beliebtesten Flipper-Automaten der Vergangenheit und auch die Neuauflage überzeugt. Vier Tische mit leicht verbesserter Optik zum Original erhaltet ihr. Gesteuert wird natürlich mit den Schultertasten, was bestens funktioniert. Der Original Soundtrack ist natürlich auch mit an Bord, die abwechslungsreichen Tische und der zeitlose Klassiker machen auch auf der PSP noch eine riesige Menge an Spaß.

Eine Top-Wertung bleibt lediglich durch leichtes Grafikschlieren und einen kleinen Grafikfehler auf einem der abwechslungsreichen Tische verwehrt. Diese gab es übrigens bei der Variante für iPhone und iPod Touch nicht.

Rating: 8.5/10



Fieldrunners – Subatomic Studios – 4,99€

Das Schlusslicht ist entgegen seiner Position im Artikel das Highlight des Artikels und der bisherigen Minis von der PSP, zumindest wenn ihr kein Fein des Tower Defense-Genres seid.

Entgegen den meisten Varianten könnt ihr bei Fieldrunners nicht nur eure Türme frei platzieren sondern auch die Gegner richten sich lediglich nach euer Bauart und nicht nach vorgegeben Wegen. Eine offene Landschaft präsentiert sich euch also und die Laufrichtung der Feinde lassen sich nur durch das Platzieren von verschiedenen Abwehrtürmen beeinflussen. Neben Land- gibt es natürlich auch Lufteinheiten und entsprechende Abwehrmaßnahmen. Jeder Turmtyp lässt sich außerdem verbessern bzw. aufrüsten, feuert so etwa schneller oder verlangsamt die Feinde häufiger. Eine kluge Planung ist somit also wichtig, da nicht jeder Feind von jedem Typ gestoppt werden kann.

Optisch, Steuerung und Musik passen perfekt auf die PSP, Fieldrunners ist auf dem iPhone und der PSP gleichermaßen ein Pflichtkauf für Genrefans!

Rating: 9/10



 Großes Special: PSP Go und Digitale Downloads

Großes Special: PSP Go und Digitale Downloads

Die neue Sektion für Sony und die PSP Go

Wie bereits angekündigt, starten wir heute mit der Einführung einer neuen Sektion bei TouchGamers.de. Wir kümmern uns ab sofort neben dem iPhone und dem iPod Touch, sowie anderen Apple-Produkten auch um Geräte aus dem Hause von Sony. Den Anfang macht dabei die seit kurzen erhältliche PSP Go, welche bei den großen Handhelds das erste Download only System darstellt.

Im Vorfeld gab es bereits viele Spekulationen rund um die neue PSP, so gingen diverse Design-Varianten durch das Netz und immer wieder war von den häufig gewünschten dualen Analog Sticks gesprochen worden. Schlussendlich hat das System viele in seiner finalen Fassung überrascht und sowohl für positive als auch negative Rückmeldungen gesorgt, seitens der Endkunden wie auch durch die Händler.

Die Sache mit dem Handel und den digitalen Downloads

Die PSP Go ist die inzwischen dritte wirklich große Neuauflage der PSP, ähnlich wie Nintendo mit dem DS eine Wandlung zum DS Lite hin zum DSi vornahm, ging auch Sony den Weg der PSP Fat hin zur Slim und nun zur Go. Während Nintendo aber neben einem zusätzlichen Shop und digitalen Downloads weiterhin auf die bekannten Module setzt, entschied man sich bei Sony einen Schritt weiter zu gehen.

Verfügten alle bisherigen Modelle der PSP über einen relativ identischen Aufbau und ein UMD-Laufwerk, kommt die PSP Go mit einem völlig neuen Design, Tastenanordnungen und ohne die traditionellen Datenträger daher. Digitale Downloads liegen bekanntlich im Trend, setzt Apple doch hier mit iTunes und den AppStore bereits Maßstäbe, aber auch Steam, Gamesload, Metaboli, Direct2Drive, Amazon MP3 Downloads und viele mehr haben die Zeichen der Zeit erkannt. Die Vorteile liegen im Grunde auf der Hand, denn niemand muss Versandkosten bezahlen, aus dem Haus gehen oder sich mit Lieferzeiten oder einer nicht Verfügbarkeit oder gar den geschlossenen Läden am Sonntag oder Öffnungszeiten herum schlagen.

So praktisch digitale Downloads sind, haben sie aber auch ihre Schattenseiten, viele Spieler wollen etwas in der Hand halten, etwas handfestes haben wofür sie ihr Geld ausgegeben haben und natürlich auch etwas für das eigene Regal, ein Handbuch und die Datenträger. Nicht umsonst sind die für eine Zeit lang fast ausgestorbenen Special oder Limited Editions von Spielen wie Filmen wieder heißbegehrt geworden. Wer einmal die mächtigen Sammlereditionen eines World of Warcraft oder Warhammer Online in der Hand hatte, weiß wohl was gemeint ist.

Das allein ist aber nicht das einzige Hindernis, sondern der Handel selbst ist alles andere als begeistert von digitalen Downloads. Ok, es gibt Karten mit Guthaben für iTunes, PlayStation Network, Nintendo Store oder Xbox Live. Aber dies ist kein Ersatz für die gewaltigen Showrooms und Regale voller mächtiger Special Editions und normaler Spielepackungen, davon mal abgesehen, dass Spieler natürlich wesentlich weniger Gründe haben überhaupt zum nächsten Shop zu gehen, um sich eine solche Guthaben-Karte zu holen. Einerseits gibt es die Kaufmöglichkeit bei der man den Code direkt per Mail erhält bei diversen Online Shops, Ebay oder den direkten Punktekauf via Kreditkarte. Der Handel sieht hier also nicht ohne Grund eine Einnahmequelle in Gefahr, denn mit den Hardwareeinheiten selbst macht man nicht das große Geschäft. So kam es also, dass einige Händlerketten oder einzelne Märkte von großen Ketten die PSP Go nicht in die Regale stellen wollten und dies zum Teil auch nicht getan hatten.

Diesen kleinen Gegenversuchen zum Trotz sind die Rückmeldungen von Sony aber trotz allem gut und die Verkaufszahlen der PSP Go sollen insgesamt die Verkäufe der PSP-Systeme gut voran gebracht haben.

Verpackungsinhalt, Geräte-Details, Anschlüsse und Größenvergleiche

Fangen wir aber nun mit einigen Grundlagen der PSP Go an. Wer seine PSP Go im Laden kauft oder per Versandhandel ordert, dem wird schnell die kompakte Größe der Verpackung auffallen. Wer schon einmal einen Karton der PSP Fat oder Slim in den Händen gehalten hat, der wird wohl den Unterschied verwundert zur Kenntnis nehmen. Anders ging es auch uns nicht, als wir mit der Post diesen winzigen fast viereckigen Karton erhielten, darin sollte also die neue PSP Go sein? Nun zumindest mit den Maßen der neuen PSP hat Sony wahrhaft eine mobile Konsole geschaffen, denn die alte PSP konnte man nicht wirklich mal eben in der Hosentasche mitnehmen, dafür war sie einfach zu groß geraten.

Wie man aber bei der Verpackungsgröße bereits vermuten mag, ist deren Inhalt neben dem System selbst auch sehr dürftig ausgefallen. So findet sich außer der PSP Go nur noch die obligatorische Anleitung in diversen Sprachen in der Box, eine CD-Rom für den PC mit Media Go (allerdings eine relativ veraltete Version, der direkte Download aus dem Netz ist daher die bessere Lösung), sowie ein USB-Kabel und ein Adapter um das Kabel auch an der gewöhnlichen Steckdose zum Aufladen anschließen zu können. Kopfhörer, Spiel, Trageschlaufe, Tasche oder sonstiges sucht man also ebenso vergebens wie einen der neuen nötigen M2 Micro Memory Sticks (die alten PSP Memory Sticks könnt ihr nicht verwenden). Ähnlich wie bei den Memory Sticks bzw. Cards müsst ihr auch beim restlichen Zubehör von eventuell lieb gewonnenen oder günstigen PSP Zubehör Abschied nehmen.

Egal ob USB-Anschluss, Memory Slot oder fest eingebauter Akku (zum besseren Schutz vor Raubkopierern), fast alle Ports sind anders aufgebaut worden. Dies ist neben der Tatsache, dass das beigelegte USB-Kabel extrem kurz ist durchaus ein wenig ärgerlich. Denkt also nicht einmal daran, eure PSP Go am Strom zu laden und dabei auf einem Stuhl oder der Couch direkt zu spielen, dafür ist das Kabel viel zu kurz. Eine USB-Kabel-Verlängerung für wenige Euro sollte also gleich mit in den Einkaufswagen wandern. Ein neuer Memory Stick ist hingegen nicht zwingend zu Beginn nötig, da die PSP Go mit 16 GB internen Speicher erst mal ausreichend gut ausgestattet ist.

Auf unseren diversen Bildern am Ende des Artikels könnt ihr übrigens bestens die Unterschiede zum DS Lite, der PSP Slim (Silber) und dem iPhone 3GS selbst sehen. Lange über die Maße und Handlichkeit selbst zu diskutieren sparen wir uns daher an dieser Stelle. Die PSP Go kommt somit fast an die Maße und die Handlichkeit eines iPhone heran, wohl auch durch den Verzicht auf das UMD Laufwerk und die nötige Laufwerkstechnik, sowie den fest integrierten Akku des Systems.

Design, Handling, Grundfunktionen des Betriebssystems und der PlayStation Store

Die PSP Go verfügt ähnlich wie diverse Smartphones über einen Slider Mechanismus. Im zusammen geschobenen Zustand ist das Gerät kaum größer als ein geschlossener DS Lite oder das iPhone, zum Spielen und wirklichen bedienen müsst ihr allerdings den Bildschirm nach oben schieben. Anschließend wird der Blick auf das digitale Steuerkreuz, die Playstation typischen Tasten, Start & Select und den nochmal neu angeordneten Analog Stick sichtbar. Hinter dem Display verbergen sich die Schultertasten, die für Leute mit großen Fingern eventuell etwas problematisch angeordnet wurden. Wir hatten in unseren Tests allerdings keinerlei Probleme mit den Druckpunkten aller Buttons, einzig Start und Select sind übereinander angeordnet und eher suboptimal zu bedienen.

Überhaupt müssen sich Besitzer eines Vormodells erst einmal umstellen. Der Analog Stick ist beispielsweise weiter in die Mitte gerückt, zuvor war dieser noch unter dem digitalen Kreuz und sorgte dort bei vielen Spielern für schmerzhafte Daumen aufgrund der teilweise nötigen Verrenkungen. Wer die Lautstärke-Tasten vermisst, diese sind nun zwischen den Schultertasten ebenfalls hinter dem Display (im ausgeklappten Zustand) zu finden, auch hier eine nicht ideale Lösung, mit der man aber Leben kann.

Der Analog Stick, wenn man ihn denn noch so nennen kann (aufgrund der geringen Größe), ist wie erwähnt ebenfalls versetzt und verkleinert worden. Überraschenderweise kamen wir in unseren Probespielen aber nicht nur gut mit der neuen Positionierung zu Recht, sondern konnten auch ein angenehmeres Spielgefühl feststellen. Vielleicht mag dies nicht jedem Spieler so gehen, aber eine Verschlechterung stellt die neue Position in jedem Fall nicht dar.

Der Slider-Mechanismus ist wirklich stabil, ausgereift und überhaupt wirkt das Gerät in beiden Farben durchaus hochwertig, was auch für die gesamte Verarbeitung der PSP Go gilt. Das Display selbst ist ein wenig in der Größe geschrumpft, hat aber dafür was die Qualität betrifft ein weiteres mal zugelegt. Die Maße sind immer noch großzügig bemessen und den Bildschirmen aller DS-Modelle um ein weites voraus. Egal ob Helligkeit, Farben oder Reaktionsgeschwindigkeit, alles wurde noch ein wenig zum sowieso guten Vorgänger-Modell verbessert. In Innenräumen steht das Display dank mehreren Helligkeitsstufen dem des iPhone in Nichts nach und ist ein weiteres Beispiel für die hohe Qualität der Verarbeitung der PSP Go. Auch die Stereo Lautsprecher produzieren gewohnt gute Ergebnisse, Kopfhörer sind also zumindest im eigenen Heim durchaus überflüssig.

Das Menü der PSP Go und auch das Betriebssystem kennt man bereits von den alten PSP Geräten und der PS3. Neben der Betrachtung von Fotos, dem lauschen der Musik oder dem betrachten von Videos könnt ihr natürlich auch dem PlayStation Store einen Besuch abstatten. Ein Internet Browser ist ebenfalls an Bord, wenn wir auch das Surfen mit der PSP weiterhin als unbequem empfinden, hier ist das iPhone einfach eine Generation weiter voraus. RSS-Feeds lassen sich mit dem Gerät ebenso verfolgen, auch ein Internet Radio, Remote Play mit der PS3 und schlussendlich Skype befindet sich mit im Handheld. Dank Lautsprecher und eingebauten Mikrofon kann man also auch einer Sitzung über Skype beiwohnen, vorausgesetzt natürlich man hat ein WLAN in Reichweite. Insgesamt ist die Oberfläche der PSP Go nichts wirklich neues aber trotzdem eine gelungene und vielfältige Schnittstelle für einen Handheld.

Das Einrichten einer WLAN-Verbindung ist übrigens ein Kinderspiel und aktuelle Sicherheitsmethoden wie WPA2 werden wie schon bei den Vorgänger-Modellen auch bei der PSP Go unterstützt. Im Store selbst gibt es zum Start eine ansehnliche und große Auswahl, darunter findet sich alte PSOne Klassiker wie etwa Command & Conquer, Sim City 2000, Theme Hospital, Wipeout, Final Fantasy VII, die Auswahl ist zwar nicht riesig, es dürfte aber für alle Genrefans der ein oder andere lohnenswerte Kauf dabei sein, der in der Regel auch auf der PS3 funktioniert. Weiterhin gibt es kleine Download Titel die bereits seit einiger Zeit auf dem Markt sind und von der PS3 her bekannt sind, darunter flow und Super Stardust. Neu als Kategorie hinzugekommen sind die sogenannten Minis der PSP Go, die natürlich auch auf der alten PSP verfügbar geworden sind.

So finden sich aktuell 16 solcher Minis im PlayStation Store in Deutschland, darunter einige bekannte Gesichter aus dem AppStore, wie der Amiga Klassiker „Pinball Fantasies“ oder das hochgelobte Tower Defense Spiel „Fieldrunners“. Auch Gameloft ist bereits dabei und hat zum Beispiel „Hero of Sparta“ zur Verfügung gestellt. Preislich liegen die Titel dabei aktuell zwischen 2,99€ und 4,99€ und sind somit wie die Gegenstücke im AppStore genauso interessant. Gegenwärtig gibt es noch eine Größenbeschränkung für diese Minis von 100 MB seitens Sony, auch Updates und Multiplayer-Modi sind momentan nicht möglich. Wir könnten uns hier aber eine Änderung der Richtlinien von Sony in der Zukunft gut vorstellen und hoffen auch auf die Aufhebung dieser Grenzen, denn besonders Kenner des AppStores wissen, was ihnen ohne die zahlreiche Updates verloren gehen würde. Auch die Größenbeschränkung könnte ein Problem werden, wenn man bedenkt dass einige iPhone Titel, besonders von Gameloft bereits häufiger diese Grenze gesprengt haben. Ein ordentliche Auswahl und ein gutes Preis Leistungsverhältnis liegt allerdings schon jetzt vor.

Die Vollpreistitel der PSP sind ebenfalls bei der Go nur noch über den Store erhältlich, die Auswahl ist aber aktuell noch deutlich kleiner und teurer als die ausgeprägte UMD-Landschaft. Kostet etwa der digitale Download von Gran Turismo im Store knapp 37€ so zahlt man bei Amazon für die UMD-Version nur 30€. Sowohl die Größe der Titel als auch der Preis schwankt hier allerdings recht stark, so gibt es Spiele für wenige Euro aber auch Titel die um die 40€ kosten und als UMD-Version deutlich günstiger oder überhaupt nur zu haben sind. Hier kann man also nur hoffen, dass sich die Preise etwas mehr anpassen werden oder aber Amazon Deutschland ebenso wie die US Niederlassung selbst digitale Download Codes für den PlayStation Store in Deutschland anbieten können wird.

Preis, Bonus für Frühkäufer und Angebot für alte PSP-Besitzer

Der Preis der PSP Go war häufig einer der Kritikpunkte der Endbenutzer gewesen und ist es noch. Die „alte“ PSP erhält man inzwischen mit Zubehör oder Spiel für ca. 160€, diverse Spiele und Filme gibt es auf UMD zu Hauf für wenige Euro. Die PSP Go wiederum kommt in Deutschland für 249€ auf den Markt. Käufer der ersten Stunde, die ihr System bis zum 10. Oktober registriert hatten, erhielten immerhin noch das neue Grand Turismo kostenlos dazu. Dieser Bonus ist allerdings nur für sehr kurze Zeit erhältlich gewesen. Fairerweise muss man allerdings sagen, dass man eine PSP Go neu und mit Garantie auch ohne Probleme bei diversen Händlern oder bei Ebay WOW-Auktionen für knapp 200€ erhalten kann, gleiches gilt für den Import via Amazon UK. Trotz allem bleibt der Preis geringfügig höher und der Preis der Software fällt höher aus. Ein Nachteil der hoffentlich durch Anpassungen im Store noch ein wenig ausgeglichen wird.

Alte PSP-Besitzer sollten ursprünglich die Möglichkeit erhalten ihre UMD-Sammlung als digitale Downloads auf dem PSP Go-System verwenden zu können. Diese Möglichkeit ist aber aktuell begraben worden, aus Lizenzgründen. Eine minimale Hoffnung hegen wir aber trotzdem, dass Sony eine Lösung findet, denn dies wäre ein großer Schritt vorwärts für den Umstieg. Trotz allem geht man als bisheriger Besitzer einer PSP beim Umstieg nicht leer aus. Wer seine alte PSP mit einem UMD Spiel und via diversen Schritten zusammen mit der Go registriert, erhält die Möglichkeit aus einem Paket an älteren aber auch guten Spielen drei kostenlos auf seine PSP Go herunter zu laden. Ein netter Schritt für alle bisherigen PSP-Besitzer, auch wenn der Vorteil von einem Tausch zum digitalen Download trotz allem deutlich größer wäre.

Folgende Spiele stehen dabei zur Wahl:

  • GO Sudoku
  • MediEvil: Die Rückkehr
  • WipEout Pure
  • Buzz!: Das Logik-Quiz
  • Buzz!: Master Quiz
  • GO Puzzle
  • Ratchet & Clank: Size Matters
  • Everybody’s Golf
  • Ape Escape
  • Ape Academy
  • Lemmings
  • LocoRoco
  • Patapon
  • Fired Up
  • echochrome
  • Daxter

Hardwarespezifikationen

Zum Abschluss geben wir euch noch eine kurze Übersicht über die technischen Details der PSP Go, denn auch die sind für den ein oder anderen durchaus einen Blick wert:

  • Bildschirm: TFT-Display, 9,6 cm, 16:9 (3,8“), ca. 16.700.000 Farben
  • Ton: Stereolautsprecher, Kopfhörer sind natürlich ebenso möglich aber nicht im Lieferumfang enthalten
  • Interner Speicher: 16 GB
  • Farben: Weiß oder Schwarz
  • Schnittstellen: Headset-Anschluss, USB 2.0 Port (extra Kabel notwendig, alte oder übliche Mini-USB Kabel sind nicht anschließbar), Memory Stick Micro M2 (alte PSP-Sticks können nicht benutzt werden), WLAN 802.11b/g, Mikrofon, Bluetooth 2.0 (EDR)
  • Akku: Fest eingebauter und nicht wechselbarer 930mAh Lithium-Ionen-Akku
  • Abmessungen: ca. 128×16,5×69 mm (BxHxT)
  • Gewicht: 158g

Fazit

In unserem Special zur PSP Go haben wir viele Punkte angesprochen, neben positiven Aspekten natürlich auch die kritischen Punkte und die Punkte die noch einer Verbesserung bedürfen. Die PSP Go ist mit einem regulären Preis von knapp 250€ ohne Zubehör oder Spiel relativ teuer, bedenkt man aber die 16 GB an verbauten Speicher und die Tatsache das man mit wenig Aufwand das Gerät auch für 50€ weniger erhalten kann, relativiert sich der Preisunterschied zum DS, dem iPod Touch oder den alten PSP Modellen allerdings.

Die Minis, PSOne Classics, PSP-Titel und Vollpreis-Spiele bieten ein breites Spektrum an Qualität, Quantität und Retro-Feeling auf der PSP Go, wenn auch all diese genauso für die alten Systeme verfügbar sind. Allerdings müsst ihr euch auch im klaren sein, dass ihr vor eurem Spielbeginn einige Zeit damit zubringen werdet euch ein paar Spiele herunter zu laden, die auch mal im Bereich von 600 MB bis deutlich über 1 GB liegen. Eine schnelle Datenverbindung und Geduld benötigt ihr also, dafür erspart ihr euch den Wechsel von UMD Discs, lange Ladezeiten und natürlich auch den höheren physischen Platzbedarf. Verbesserungsbedarf besteht hier hauptsächlich bei den Preisen und der Verfügbarkeit an Testversion, besonders im Deutschen Store und der Einschränkung bei den Minis was Updates, Paketgröße und Multiplayer betrifft. Das Potenzial ist vorhanden und die Auswahl stimmt, soviel ist aber bereits zum Launch sicher.

Deutlich auf den Plus-Seite der PSP Go steht die sehr kompakte Größe, dass großartige Display, die sehr gute Verarbeitungsqualität und die große Auswahl an hochwertiger Software. Jedes Genre ist inzwischen mit hochkarätigen Titeln vertreten, sei es God of War, Final Fantasy VII als Classic oder Crisis Core als exklusiv Titel, aber auch Motorstorm, Wipeout und Gran Turismo sind vorhanden. In Kürze steht noch Little Big Planet und Assassin’s Creed ins virtuelle Haus, um nur zwei der großartigen kommenden Spiele für die PSP zu nennen. Die Spielequalität ist in jedem Fall so hoch anzusiedeln wie die Qualität und Verarbeitung des Geräts selbst.

Spieler die bisher keine PSP besitzen, sollten die Vor- und Nachteile gegenüber der PSP Slim genau abwägen. Günstige UMD-Titel stehen einer nicht wirklich guten Mobilität aufgrund der Maße gegenüber. Somit können wir möglichen Interessenten des Systems bisher durchaus zum Kauf der PSP Go raten, allerdings solltet ihr beim Kauf auf eine unserer oben genannten Quellen zurück greifen, sonst gebt ihr 50€ mehr aus als nötig aus.

Wer bereits eine PSP Fat oder Slim besitzt sollte sich den Kauf allerdings zweimal überlegen. Denn es sieht so aus als ob all eure UMDs nutzlos werden, wenn ihr nicht eure alte Konsole auch behaltet, womit aber der Kauf der Go relativ Sinnendfreit wird. Auch euer altes Zubehör könnt ihr nicht mehr verwenden, als Ausgleich gibt es allerdings drei Spiele aus einem Gamepool seitens Sony. Wenn auch kein Ersatz, ist diese Aktion dennoch ein kleiner Appetithappen für den Umstieg.

Technisch hat sich nicht wirklich etwas getan, Bluetooth kam hinzu, dafür ist der Akku nicht mehr wechselbar und das Display ist kleiner, dafür aber auch besser geworden. Positiv sind die 16 GB an internen Speicher und die kleineren Ausmaße der Go. Die Tastenanordnung hat wiederum positives wie negatives zu bieten. Schulterbuttons und Lautstärke sind schwerer zu erreichen, dafür liegt der Analog Stick besser positioniert.

Ihr seht die Entscheidung ist nicht leicht, dennoch hoffen wir euch mit diesem Special einen guten Einblick bezüglich der Vor- und Nachteile der rein digitalen Vertriebswege von Software und natürlich der PSP Go gegeben zu haben.

In den kommenden Tagen werden wir außerdem noch einige der PSP Minis für euch im Kurzüberblick vorstellen und euch Testberichte zu den aktuellen großen Titeln liefern. Freut euch also auf weitere interessante Berichte rund um die PSP und die PSP Go, sowie die Tests zu Motorstorm: Arctic Edge und Gran Turismo!

Wie immer freuen wir uns über euer Feedback und eure Fragen, entweder direkt bei den Kommentaren oder aber via eMail.