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Little Big Planet (PSP) – Sackboy im Testlabor

Der Release von Little Big Planet auf der PlayStation 3 liegt nun bereits einige Zeit zurück, trotzdem erfreut sich das Spiel immer noch einer großen Beliebtheit und ständig wachsenden Community, die mit Hilfe des Editors immer neue Spielwelten für das Jump’n’Run entwirft. Damit man aber auch unterwegs nicht auf die Sackboys verzichten muss, hat Sony nun auch Little Big Planet (LBP) für die PSP veröffentlicht. In unserem Review klären wir, ob der Spielspaß auch auf dem Handheld gegeben ist.

Zu Beginn möchten wir gleich anmerken, dass LBP sowohl für Besitzer der PS3-Version geeignet ist als auch für komplette Neulinge des Spiels. Beginnt ihr das Abenteuer nämlich auf der PSP werdet ihr durch einen Level geführt, der euch auch gleichzeitig als ausführliches Tutorial dient. So läuft euer kleiner Sackboy über Schaltflächen die Videos auslösen, in diesem wird euch Schritt für Schritt der einfache aber dennoch sehr umfangreiche Editor erklärt und wie ihr damit fast grenzenlos neue Level erschaffen könnt. Natürlich werden aber auch bereits einige Bausätze direkt mitgeliefert, so dass ihr nicht sofort selbst euren Wunschabschnitt basteln müsst.

Die Faszination des Spiels macht aber ohne jeden Zweifel der Umgang mit dem Leveleditor aus, denn einfach jeder kann in wenigen Minuten zumindest einfache Hindernisabschnitte für seine kleinen Spielfiguren entwerfen. Auf Tastendruck ruft ihr wie im großen Vorbild ein Menü auf, in dem allerhand Formen, Farben, Materialien und sonstige hilfreiche Dinge für den Baukünstler enthalten sind. Diese lassen sich nicht nur direkt platzieren, drehen, neu anmalen oder abändern, sondern auch nach dem Schließen des Menüs direkt austesten und auf die Spielbarkeit hin prüfen. Euren Möglichkeiten werden fast keine Grenzen gesetzt, denn nicht nur normale Formen auch die Physikrätsel, Schalter und Plattformen helfen dabei etwas Besonderes aus eurem Level zu machen.

Damit ihr aber nicht nur auf euer eigenes Können angewiesen seid, könnt ihr euch natürlich auch mit dem PlayStation-Network verbinden und die erstellten Level von Spielern aus der ganzen Welt auf euren Memory Stick herunterladen. Die eigenen Entwürfe lassen sich ebenso mit Freunden tauschen und durch die Community bewerten. In diesem Punkt steht das kleine Abenteuer der PS3-Version also praktisch in nichts nach. Denn ebenso wie die Spielabschnitte, könnt ihr auch euren Sackboy umdekorieren und euch so euren kleinen Wunschhelden erschaffen, der von nun an durch wunderbare Welten gesteuert werden kann.

Wer sich aber zu Beginn noch überfordert fühlt, der kann in Ruhe die mitgelieferte Spielwelt erkunden. Anhand dieser Welten lassen sich bereits unglaubliche Vielfalt und die Möglichkeiten des Spiels erkennen. Auch könnt ihr hier erste Versuche mit den Physikspielereien anstellen, Rätsel lösen und Abgründe überwinden. Neben all den Sprung- und Schalterpassagen bekommt ihr es natürlich auch mit Gegnern zu tun. Somit werdet ihr in jedem Fall viele spaßige Stunden mit der Kampagne verbringen können und euch anschließend fast unendlich an den Welten der anderen User erfreuen können oder euch aber selbst am Editor versuchen. Sowohl Einsteiger als auch geübte Jump’n’Run-Spieler werden eine Menge Spaß mit der PSP-Version von Little Big Planet haben.

Selbst im Bereich der Grafik, Sprachausgabe und Erklärungsvideos ist die Handheld-Variante durchaus gelungen. Zwar ist die Texturqualität der Gegenstände die man im Level verteilen kann nicht auf dem Niveau der PS3, trotzdem sieht Little Big Planet auch auf der PSP sehr charmant aus. Was besonders an den liebevollen Animationen des Sackboy aber auch an der Vielfalt und den farbenfrohen Objekte in der Spielwelt liegt. Die kleineren Schwächen lassen sich also sehr gut akzeptieren, da das Gesamtbild in jedem Fall stimmt. Einzig die Ladezeiten fallen wieder einmal etwas negativ in Gewicht, da sich nicht das komplette Spiel auf dem Memory Stick installieren lässt.

Fazit: Sony ist es tatsächlich gelungen Little Big Planet fast im vollen Umfang von der PS3 auf die PSP zu portieren. Der Leveleditor ist ähnlich simpel zu bedienen, enthält aber trotzdem haufenweise Material, um auch ausgefallene Ideen umzusetzen. 30 neue Level sind bereits mit im Gepäck, wer sich daran satt gespielt hat, entwirft sein eigenes Abenteuer oder greift auf die Erschaffungen der anderen User im PlayStation Network zurück. Grafik, Physikspielereien und Einsteigerfreundlichkeit stimmen auch auf dem Handheld, lediglich die Ladezeiten und die Tatsache, dass man nur noch alleine an Welten bauen kann und diese auch nur noch alleine bespielen kann, trübt die ansonsten glanzvolle Vorstellung des Sackboys auf der PSP.

Rating: 9/10

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