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Motorstorm: Arctic Edge – Action und Spaß auch auf der PSP?

Motorstorm war einer der großen Hype-Titel der PlayStation 3, nachdem bereits ein zweiter Teil für die PS3 erschienen ist, können sich PSP-Spieler auf den eisigen dritten Teil von Motorstorm freuen.

Der Untertitel „Arctic Edge“ hat es bereits verraten und das sehenswerte Intro macht es noch deutlicher. Eine Videosequenz gefolgt von Spielmaterial, welches passend mit Musik von The Prodigy unterlegt ist, zeigt die Action im Eis und sorgt für die ideale Einstimmung. Anschließend landet ihr auch gleich im nicht minder stylischen Hauptmenü von Motorstorm: Arctic Edge.

Hier könnt ihr nun zu erst in der Werkstatt die ersten Fahrzeuge optisch anpassen, sowohl was die Farben aber auch Vinyls betrifft. Außerdem gibt es Zugriff auf diverse Statistiken, freigespielte Filme, Steuerungsoptionen und die Auswahl der Wunschmusik, mit dabei sind wie erwähnt The Prodigy, Bullet for my Valentine, Motorhead, The Chemical Brothers, Queens of the Stone Age und einige mehr. Somit brauchen wir wohl nicht darauf hinzuweisen, dass die Musik des Spiels große Klasse geworden ist und perfekt zur Atmosphäre beiträgt.

Bevor wir uns dem Festival Mode zu wenden, wollen wir euch aber noch den Part für Zeitrennen erklären. Dahinter verstecken sich nämlich auch die Mehrspieler-Modi im Ad-Hoc-Modus oder direkt Online, auch Ghost Cars können hochgeladen werden oder ihr könnt gegen andere Ghost Cars aus der ganzen Welt antreten, eine Weltrangliste gibt es natürlich auch. Die Rennen lassen sich dabei beliebig modifizieren, Strecken könnt ihr also auch rückwärts befahren, die erlaubten Fahrzeugklassen einschränken und vieles mehr. Genügend Spielzeit werdet ihr hier also sicherlich investieren können.

Der Festival-Modus ist praktisch der Karriere-Modus von Motorstorm: Arctic Edge, je nach eurem Erfolg schaltet ihr hier weitere Events frei, vorausgesetzt ihr erreicht genug Punkte, die nur die drei Bestplatzieren erhalten. Etwas schade an dieser Stelle ist der deutlich geringere Schwierigkeitsgrad gegenüber der PS3-Version, auch gibt es keine wirklichen Etappen bzw. Turniere, da jedes Event nur aus einem einzelnen Rennen besteht. Was ein wenig die Wertung drückt.

Neben normalen Rennen absolviert ihr auch noch weitere Renntypen, so müsst ihr mal durch markierte Punkte fahren und damit im Zeitlimit bleiben. Bei jeder Durchfahrt, erhaltet ihr wieder etwas mehr Zeit aufs Konto. Das besondere daran ist aber eher, dass die Tore immer anders platziert sind pro Runde, somit müsst ihr ständig den Streckenabschnitt ändern.

Aber auch die normalen Rennen sind immer wieder interessant und kein Rennen ist wie das andere, da ihr für jeden Fahrzeugtyp die ideale Streckenlinie finden müsst. Diese sind dabei sehr breit und abwechslungsreich geworden, neben vereisten Abschnitten gibt es auch Schlamm, tiefen Schnee und diverse andere Untergründe. Sprungschanzen, Rampen und hinter schweren Fahrzeugen zusammenbrechende Eisbrücken sorgen für weitere Abwechslung.

Die Fahrzeugtypen sind ebenso abwechslungsreich, da gibt es Motorräder, Buggys, LKWs, Quads, Schneemobile, Eiswühler und Pistenraupen. Alle steuern sich dabei unterschiedlich, leider haben aber die Schnee- und Eisflächen keine wirklichen Auswirkungen auf das Fahrverhalten. Der ständige Einsatz des Boosts ist in der PSP-Version ebenso wichtig wie bei den PS3-Varianten, durch tiefen Schnee kühlt sich dieser übrigens auch wieder schneller ab.

Die Steuerung klappt bestens, die Beherrschung der Fahrzeuge geht also entsprechend leicht von der Hand, Sounds und Musik sind sowieso über jeden Zweifel erhaben. Auch im optischen Bereich gibt sich das kleine Motorstorm keine Blöße, ihr bekommt eine großartige Sichtweite, knackig scharfe Texturen, bis zu 10 Fahrzeuge die gleichzeitig auf den Pisten toben und allerhand animierte Objekte präsentiert. Darunter Videoleinwände, Ballons, Hubschrauber und vieles mehr. Ein weiteres Highlight sind auch die gelungenen Lichteffekte, wo die Sonne schöne Effekte zwischen den Bergen zu erzeugen weiß. Ein optisches Schadensmodell und der dazugehörige Crash Slowmotion-Effekt sind natürlich auch wieder dabei, trotzdem sucht ihr Einbrüche in der Framerate vergebens.

Fazit: Motorstorm: Arctic Edge ist ein wirkliches gelungenes Spiel geworden. Es gibt viele Abwechslungsreiche Strecken, 10 Fahrzeuge gleichzeitig auf dem Bildschirm, gute Musik, überzeugende Grafik und viele Fahrzeugklassen. Zwar fehlt ein wirkliches Tuning und auch der Schwierigkeitsgrad ist relativ einfach ausgefallen, dafür gibt es aber Online-Highscores, Online-Multiplayer-Rennen und einen relativ umfangreichen Festival Mode.

Fans von Offroad-Rennspielen oder der Motostorm-Serie können beruhigt zugreifen, allerdings solltet ihr bedenken, dass der Umfang etwas hinter dem großen Vorbild zurück steht und auch im Festival Mode nur einzelne Rennen pro Event stattfinden, was das Gefühl eines Wettkampfes etwas mindert. Trotzdem bleibt ein gutes Spiel, dass mit flüssiger und guter Grafik zu überzeugen weiß.

Rating: 9/10

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