Die neue Sektion für Sony und die PSP Go
Wie bereits angekündigt, starten wir heute mit der Einführung einer neuen Sektion bei TouchGamers.de. Wir kümmern uns ab sofort neben dem iPhone und dem iPod Touch, sowie anderen Apple-Produkten auch um Geräte aus dem Hause von Sony. Den Anfang macht dabei die seit kurzen erhältliche PSP Go, welche bei den großen Handhelds das erste Download only System darstellt.
Im Vorfeld gab es bereits viele Spekulationen rund um die neue PSP, so gingen diverse Design-Varianten durch das Netz und immer wieder war von den häufig gewünschten dualen Analog Sticks gesprochen worden. Schlussendlich hat das System viele in seiner finalen Fassung überrascht und sowohl für positive als auch negative Rückmeldungen gesorgt, seitens der Endkunden wie auch durch die Händler.
Die Sache mit dem Handel und den digitalen Downloads
Die PSP Go ist die inzwischen dritte wirklich große Neuauflage der PSP, ähnlich wie Nintendo mit dem DS eine Wandlung zum DS Lite hin zum DSi vornahm, ging auch Sony den Weg der PSP Fat hin zur Slim und nun zur Go. Während Nintendo aber neben einem zusätzlichen Shop und digitalen Downloads weiterhin auf die bekannten Module setzt, entschied man sich bei Sony einen Schritt weiter zu gehen.
Verfügten alle bisherigen Modelle der PSP über einen relativ identischen Aufbau und ein UMD-Laufwerk, kommt die PSP Go mit einem völlig neuen Design, Tastenanordnungen und ohne die traditionellen Datenträger daher. Digitale Downloads liegen bekanntlich im Trend, setzt Apple doch hier mit iTunes und den AppStore bereits Maßstäbe, aber auch Steam, Gamesload, Metaboli, Direct2Drive, Amazon MP3 Downloads und viele mehr haben die Zeichen der Zeit erkannt. Die Vorteile liegen im Grunde auf der Hand, denn niemand muss Versandkosten bezahlen, aus dem Haus gehen oder sich mit Lieferzeiten oder einer nicht Verfügbarkeit oder gar den geschlossenen Läden am Sonntag oder Öffnungszeiten herum schlagen.
So praktisch digitale Downloads sind, haben sie aber auch ihre Schattenseiten, viele Spieler wollen etwas in der Hand halten, etwas handfestes haben wofür sie ihr Geld ausgegeben haben und natürlich auch etwas für das eigene Regal, ein Handbuch und die Datenträger. Nicht umsonst sind die für eine Zeit lang fast ausgestorbenen Special oder Limited Editions von Spielen wie Filmen wieder heißbegehrt geworden. Wer einmal die mächtigen Sammlereditionen eines World of Warcraft oder Warhammer Online in der Hand hatte, weiß wohl was gemeint ist.
Das allein ist aber nicht das einzige Hindernis, sondern der Handel selbst ist alles andere als begeistert von digitalen Downloads. Ok, es gibt Karten mit Guthaben für iTunes, PlayStation Network, Nintendo Store oder Xbox Live. Aber dies ist kein Ersatz für die gewaltigen Showrooms und Regale voller mächtiger Special Editions und normaler Spielepackungen, davon mal abgesehen, dass Spieler natürlich wesentlich weniger Gründe haben überhaupt zum nächsten Shop zu gehen, um sich eine solche Guthaben-Karte zu holen. Einerseits gibt es die Kaufmöglichkeit bei der man den Code direkt per Mail erhält bei diversen Online Shops, Ebay oder den direkten Punktekauf via Kreditkarte. Der Handel sieht hier also nicht ohne Grund eine Einnahmequelle in Gefahr, denn mit den Hardwareeinheiten selbst macht man nicht das große Geschäft. So kam es also, dass einige Händlerketten oder einzelne Märkte von großen Ketten die PSP Go nicht in die Regale stellen wollten und dies zum Teil auch nicht getan hatten.
Diesen kleinen Gegenversuchen zum Trotz sind die Rückmeldungen von Sony aber trotz allem gut und die Verkaufszahlen der PSP Go sollen insgesamt die Verkäufe der PSP-Systeme gut voran gebracht haben.
Verpackungsinhalt, Geräte-Details, Anschlüsse und Größenvergleiche
Fangen wir aber nun mit einigen Grundlagen der PSP Go an. Wer seine PSP Go im Laden kauft oder per Versandhandel ordert, dem wird schnell die kompakte Größe der Verpackung auffallen. Wer schon einmal einen Karton der PSP Fat oder Slim in den Händen gehalten hat, der wird wohl den Unterschied verwundert zur Kenntnis nehmen. Anders ging es auch uns nicht, als wir mit der Post diesen winzigen fast viereckigen Karton erhielten, darin sollte also die neue PSP Go sein? Nun zumindest mit den Maßen der neuen PSP hat Sony wahrhaft eine mobile Konsole geschaffen, denn die alte PSP konnte man nicht wirklich mal eben in der Hosentasche mitnehmen, dafür war sie einfach zu groß geraten.
Wie man aber bei der Verpackungsgröße bereits vermuten mag, ist deren Inhalt neben dem System selbst auch sehr dürftig ausgefallen. So findet sich außer der PSP Go nur noch die obligatorische Anleitung in diversen Sprachen in der Box, eine CD-Rom für den PC mit Media Go (allerdings eine relativ veraltete Version, der direkte Download aus dem Netz ist daher die bessere Lösung), sowie ein USB-Kabel und ein Adapter um das Kabel auch an der gewöhnlichen Steckdose zum Aufladen anschließen zu können. Kopfhörer, Spiel, Trageschlaufe, Tasche oder sonstiges sucht man also ebenso vergebens wie einen der neuen nötigen M2 Micro Memory Sticks (die alten PSP Memory Sticks könnt ihr nicht verwenden). Ähnlich wie bei den Memory Sticks bzw. Cards müsst ihr auch beim restlichen Zubehör von eventuell lieb gewonnenen oder günstigen PSP Zubehör Abschied nehmen.
Egal ob USB-Anschluss, Memory Slot oder fest eingebauter Akku (zum besseren Schutz vor Raubkopierern), fast alle Ports sind anders aufgebaut worden. Dies ist neben der Tatsache, dass das beigelegte USB-Kabel extrem kurz ist durchaus ein wenig ärgerlich. Denkt also nicht einmal daran, eure PSP Go am Strom zu laden und dabei auf einem Stuhl oder der Couch direkt zu spielen, dafür ist das Kabel viel zu kurz. Eine USB-Kabel-Verlängerung für wenige Euro sollte also gleich mit in den Einkaufswagen wandern. Ein neuer Memory Stick ist hingegen nicht zwingend zu Beginn nötig, da die PSP Go mit 16 GB internen Speicher erst mal ausreichend gut ausgestattet ist.
Auf unseren diversen Bildern am Ende des Artikels könnt ihr übrigens bestens die Unterschiede zum DS Lite, der PSP Slim (Silber) und dem iPhone 3GS selbst sehen. Lange über die Maße und Handlichkeit selbst zu diskutieren sparen wir uns daher an dieser Stelle. Die PSP Go kommt somit fast an die Maße und die Handlichkeit eines iPhone heran, wohl auch durch den Verzicht auf das UMD Laufwerk und die nötige Laufwerkstechnik, sowie den fest integrierten Akku des Systems.
Design, Handling, Grundfunktionen des Betriebssystems und der PlayStation Store
Die PSP Go verfügt ähnlich wie diverse Smartphones über einen Slider Mechanismus. Im zusammen geschobenen Zustand ist das Gerät kaum größer als ein geschlossener DS Lite oder das iPhone, zum Spielen und wirklichen bedienen müsst ihr allerdings den Bildschirm nach oben schieben. Anschließend wird der Blick auf das digitale Steuerkreuz, die Playstation typischen Tasten, Start & Select und den nochmal neu angeordneten Analog Stick sichtbar. Hinter dem Display verbergen sich die Schultertasten, die für Leute mit großen Fingern eventuell etwas problematisch angeordnet wurden. Wir hatten in unseren Tests allerdings keinerlei Probleme mit den Druckpunkten aller Buttons, einzig Start und Select sind übereinander angeordnet und eher suboptimal zu bedienen.
Überhaupt müssen sich Besitzer eines Vormodells erst einmal umstellen. Der Analog Stick ist beispielsweise weiter in die Mitte gerückt, zuvor war dieser noch unter dem digitalen Kreuz und sorgte dort bei vielen Spielern für schmerzhafte Daumen aufgrund der teilweise nötigen Verrenkungen. Wer die Lautstärke-Tasten vermisst, diese sind nun zwischen den Schultertasten ebenfalls hinter dem Display (im ausgeklappten Zustand) zu finden, auch hier eine nicht ideale Lösung, mit der man aber Leben kann.
Der Analog Stick, wenn man ihn denn noch so nennen kann (aufgrund der geringen Größe), ist wie erwähnt ebenfalls versetzt und verkleinert worden. Überraschenderweise kamen wir in unseren Probespielen aber nicht nur gut mit der neuen Positionierung zu Recht, sondern konnten auch ein angenehmeres Spielgefühl feststellen. Vielleicht mag dies nicht jedem Spieler so gehen, aber eine Verschlechterung stellt die neue Position in jedem Fall nicht dar.
Der Slider-Mechanismus ist wirklich stabil, ausgereift und überhaupt wirkt das Gerät in beiden Farben durchaus hochwertig, was auch für die gesamte Verarbeitung der PSP Go gilt. Das Display selbst ist ein wenig in der Größe geschrumpft, hat aber dafür was die Qualität betrifft ein weiteres mal zugelegt. Die Maße sind immer noch großzügig bemessen und den Bildschirmen aller DS-Modelle um ein weites voraus. Egal ob Helligkeit, Farben oder Reaktionsgeschwindigkeit, alles wurde noch ein wenig zum sowieso guten Vorgänger-Modell verbessert. In Innenräumen steht das Display dank mehreren Helligkeitsstufen dem des iPhone in Nichts nach und ist ein weiteres Beispiel für die hohe Qualität der Verarbeitung der PSP Go. Auch die Stereo Lautsprecher produzieren gewohnt gute Ergebnisse, Kopfhörer sind also zumindest im eigenen Heim durchaus überflüssig.
Das Menü der PSP Go und auch das Betriebssystem kennt man bereits von den alten PSP Geräten und der PS3. Neben der Betrachtung von Fotos, dem lauschen der Musik oder dem betrachten von Videos könnt ihr natürlich auch dem PlayStation Store einen Besuch abstatten. Ein Internet Browser ist ebenfalls an Bord, wenn wir auch das Surfen mit der PSP weiterhin als unbequem empfinden, hier ist das iPhone einfach eine Generation weiter voraus. RSS-Feeds lassen sich mit dem Gerät ebenso verfolgen, auch ein Internet Radio, Remote Play mit der PS3 und schlussendlich Skype befindet sich mit im Handheld. Dank Lautsprecher und eingebauten Mikrofon kann man also auch einer Sitzung über Skype beiwohnen, vorausgesetzt natürlich man hat ein WLAN in Reichweite. Insgesamt ist die Oberfläche der PSP Go nichts wirklich neues aber trotzdem eine gelungene und vielfältige Schnittstelle für einen Handheld.
Das Einrichten einer WLAN-Verbindung ist übrigens ein Kinderspiel und aktuelle Sicherheitsmethoden wie WPA2 werden wie schon bei den Vorgänger-Modellen auch bei der PSP Go unterstützt. Im Store selbst gibt es zum Start eine ansehnliche und große Auswahl, darunter findet sich alte PSOne Klassiker wie etwa Command & Conquer, Sim City 2000, Theme Hospital, Wipeout, Final Fantasy VII, die Auswahl ist zwar nicht riesig, es dürfte aber für alle Genrefans der ein oder andere lohnenswerte Kauf dabei sein, der in der Regel auch auf der PS3 funktioniert. Weiterhin gibt es kleine Download Titel die bereits seit einiger Zeit auf dem Markt sind und von der PS3 her bekannt sind, darunter flow und Super Stardust. Neu als Kategorie hinzugekommen sind die sogenannten Minis der PSP Go, die natürlich auch auf der alten PSP verfügbar geworden sind.
So finden sich aktuell 16 solcher Minis im PlayStation Store in Deutschland, darunter einige bekannte Gesichter aus dem AppStore, wie der Amiga Klassiker „Pinball Fantasies“ oder das hochgelobte Tower Defense Spiel „Fieldrunners“. Auch Gameloft ist bereits dabei und hat zum Beispiel „Hero of Sparta“ zur Verfügung gestellt. Preislich liegen die Titel dabei aktuell zwischen 2,99€ und 4,99€ und sind somit wie die Gegenstücke im AppStore genauso interessant. Gegenwärtig gibt es noch eine Größenbeschränkung für diese Minis von 100 MB seitens Sony, auch Updates und Multiplayer-Modi sind momentan nicht möglich. Wir könnten uns hier aber eine Änderung der Richtlinien von Sony in der Zukunft gut vorstellen und hoffen auch auf die Aufhebung dieser Grenzen, denn besonders Kenner des AppStores wissen, was ihnen ohne die zahlreiche Updates verloren gehen würde. Auch die Größenbeschränkung könnte ein Problem werden, wenn man bedenkt dass einige iPhone Titel, besonders von Gameloft bereits häufiger diese Grenze gesprengt haben. Ein ordentliche Auswahl und ein gutes Preis Leistungsverhältnis liegt allerdings schon jetzt vor.
Die Vollpreistitel der PSP sind ebenfalls bei der Go nur noch über den Store erhältlich, die Auswahl ist aber aktuell noch deutlich kleiner und teurer als die ausgeprägte UMD-Landschaft. Kostet etwa der digitale Download von Gran Turismo im Store knapp 37€ so zahlt man bei Amazon für die UMD-Version nur 30€. Sowohl die Größe der Titel als auch der Preis schwankt hier allerdings recht stark, so gibt es Spiele für wenige Euro aber auch Titel die um die 40€ kosten und als UMD-Version deutlich günstiger oder überhaupt nur zu haben sind. Hier kann man also nur hoffen, dass sich die Preise etwas mehr anpassen werden oder aber Amazon Deutschland ebenso wie die US Niederlassung selbst digitale Download Codes für den PlayStation Store in Deutschland anbieten können wird.
Preis, Bonus für Frühkäufer und Angebot für alte PSP-Besitzer
Der Preis der PSP Go war häufig einer der Kritikpunkte der Endbenutzer gewesen und ist es noch. Die „alte“ PSP erhält man inzwischen mit Zubehör oder Spiel für ca. 160€, diverse Spiele und Filme gibt es auf UMD zu Hauf für wenige Euro. Die PSP Go wiederum kommt in Deutschland für 249€ auf den Markt. Käufer der ersten Stunde, die ihr System bis zum 10. Oktober registriert hatten, erhielten immerhin noch das neue Grand Turismo kostenlos dazu. Dieser Bonus ist allerdings nur für sehr kurze Zeit erhältlich gewesen. Fairerweise muss man allerdings sagen, dass man eine PSP Go neu und mit Garantie auch ohne Probleme bei diversen Händlern oder bei Ebay WOW-Auktionen für knapp 200€ erhalten kann, gleiches gilt für den Import via Amazon UK. Trotz allem bleibt der Preis geringfügig höher und der Preis der Software fällt höher aus. Ein Nachteil der hoffentlich durch Anpassungen im Store noch ein wenig ausgeglichen wird.
Alte PSP-Besitzer sollten ursprünglich die Möglichkeit erhalten ihre UMD-Sammlung als digitale Downloads auf dem PSP Go-System verwenden zu können. Diese Möglichkeit ist aber aktuell begraben worden, aus Lizenzgründen. Eine minimale Hoffnung hegen wir aber trotzdem, dass Sony eine Lösung findet, denn dies wäre ein großer Schritt vorwärts für den Umstieg. Trotz allem geht man als bisheriger Besitzer einer PSP beim Umstieg nicht leer aus. Wer seine alte PSP mit einem UMD Spiel und via diversen Schritten zusammen mit der Go registriert, erhält die Möglichkeit aus einem Paket an älteren aber auch guten Spielen drei kostenlos auf seine PSP Go herunter zu laden. Ein netter Schritt für alle bisherigen PSP-Besitzer, auch wenn der Vorteil von einem Tausch zum digitalen Download trotz allem deutlich größer wäre.
Folgende Spiele stehen dabei zur Wahl:
- GO Sudoku
- MediEvil: Die Rückkehr
- WipEout Pure
- Buzz!: Das Logik-Quiz
- Buzz!: Master Quiz
- GO Puzzle
- Ratchet & Clank: Size Matters
- Everybody’s Golf
- Ape Escape
- Ape Academy
- Lemmings
- LocoRoco
- Patapon
- Fired Up
- echochrome
- Daxter
Hardwarespezifikationen
Zum Abschluss geben wir euch noch eine kurze Übersicht über die technischen Details der PSP Go, denn auch die sind für den ein oder anderen durchaus einen Blick wert:
- Bildschirm: TFT-Display, 9,6 cm, 16:9 (3,8“), ca. 16.700.000 Farben
- Ton: Stereolautsprecher, Kopfhörer sind natürlich ebenso möglich aber nicht im Lieferumfang enthalten
- Interner Speicher: 16 GB
- Farben: Weiß oder Schwarz
- Schnittstellen: Headset-Anschluss, USB 2.0 Port (extra Kabel notwendig, alte oder übliche Mini-USB Kabel sind nicht anschließbar), Memory Stick Micro M2 (alte PSP-Sticks können nicht benutzt werden), WLAN 802.11b/g, Mikrofon, Bluetooth 2.0 (EDR)
- Akku: Fest eingebauter und nicht wechselbarer 930mAh Lithium-Ionen-Akku
- Abmessungen: ca. 128×16,5×69 mm (BxHxT)
- Gewicht: 158g
Fazit
In unserem Special zur PSP Go haben wir viele Punkte angesprochen, neben positiven Aspekten natürlich auch die kritischen Punkte und die Punkte die noch einer Verbesserung bedürfen. Die PSP Go ist mit einem regulären Preis von knapp 250€ ohne Zubehör oder Spiel relativ teuer, bedenkt man aber die 16 GB an verbauten Speicher und die Tatsache das man mit wenig Aufwand das Gerät auch für 50€ weniger erhalten kann, relativiert sich der Preisunterschied zum DS, dem iPod Touch oder den alten PSP Modellen allerdings.
Die Minis, PSOne Classics, PSP-Titel und Vollpreis-Spiele bieten ein breites Spektrum an Qualität, Quantität und Retro-Feeling auf der PSP Go, wenn auch all diese genauso für die alten Systeme verfügbar sind. Allerdings müsst ihr euch auch im klaren sein, dass ihr vor eurem Spielbeginn einige Zeit damit zubringen werdet euch ein paar Spiele herunter zu laden, die auch mal im Bereich von 600 MB bis deutlich über 1 GB liegen. Eine schnelle Datenverbindung und Geduld benötigt ihr also, dafür erspart ihr euch den Wechsel von UMD Discs, lange Ladezeiten und natürlich auch den höheren physischen Platzbedarf. Verbesserungsbedarf besteht hier hauptsächlich bei den Preisen und der Verfügbarkeit an Testversion, besonders im Deutschen Store und der Einschränkung bei den Minis was Updates, Paketgröße und Multiplayer betrifft. Das Potenzial ist vorhanden und die Auswahl stimmt, soviel ist aber bereits zum Launch sicher.
Deutlich auf den Plus-Seite der PSP Go steht die sehr kompakte Größe, dass großartige Display, die sehr gute Verarbeitungsqualität und die große Auswahl an hochwertiger Software. Jedes Genre ist inzwischen mit hochkarätigen Titeln vertreten, sei es God of War, Final Fantasy VII als Classic oder Crisis Core als exklusiv Titel, aber auch Motorstorm, Wipeout und Gran Turismo sind vorhanden. In Kürze steht noch Little Big Planet und Assassin’s Creed ins virtuelle Haus, um nur zwei der großartigen kommenden Spiele für die PSP zu nennen. Die Spielequalität ist in jedem Fall so hoch anzusiedeln wie die Qualität und Verarbeitung des Geräts selbst.
Spieler die bisher keine PSP besitzen, sollten die Vor- und Nachteile gegenüber der PSP Slim genau abwägen. Günstige UMD-Titel stehen einer nicht wirklich guten Mobilität aufgrund der Maße gegenüber. Somit können wir möglichen Interessenten des Systems bisher durchaus zum Kauf der PSP Go raten, allerdings solltet ihr beim Kauf auf eine unserer oben genannten Quellen zurück greifen, sonst gebt ihr 50€ mehr aus als nötig aus.
Wer bereits eine PSP Fat oder Slim besitzt sollte sich den Kauf allerdings zweimal überlegen. Denn es sieht so aus als ob all eure UMDs nutzlos werden, wenn ihr nicht eure alte Konsole auch behaltet, womit aber der Kauf der Go relativ Sinnendfreit wird. Auch euer altes Zubehör könnt ihr nicht mehr verwenden, als Ausgleich gibt es allerdings drei Spiele aus einem Gamepool seitens Sony. Wenn auch kein Ersatz, ist diese Aktion dennoch ein kleiner Appetithappen für den Umstieg.
Technisch hat sich nicht wirklich etwas getan, Bluetooth kam hinzu, dafür ist der Akku nicht mehr wechselbar und das Display ist kleiner, dafür aber auch besser geworden. Positiv sind die 16 GB an internen Speicher und die kleineren Ausmaße der Go. Die Tastenanordnung hat wiederum positives wie negatives zu bieten. Schulterbuttons und Lautstärke sind schwerer zu erreichen, dafür liegt der Analog Stick besser positioniert.
Ihr seht die Entscheidung ist nicht leicht, dennoch hoffen wir euch mit diesem Special einen guten Einblick bezüglich der Vor- und Nachteile der rein digitalen Vertriebswege von Software und natürlich der PSP Go gegeben zu haben.
In den kommenden Tagen werden wir außerdem noch einige der PSP Minis für euch im Kurzüberblick vorstellen und euch Testberichte zu den aktuellen großen Titeln liefern. Freut euch also auf weitere interessante Berichte rund um die PSP und die PSP Go, sowie die Tests zu Motorstorm: Arctic Edge und Gran Turismo!
Wie immer freuen wir uns über euer Feedback und eure Fragen, entweder direkt bei den Kommentaren oder aber via eMail.







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