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Im Test: Apples MacBook Pro – Was macht dieses Notebook so besonders?

Der ein oder andere wird sich nun vielleicht wundern, war unsere Seite doch bisher fast ausschließlich mit Testberichten zu aktueller Software bestückt. Dies ändert sich zwar nicht grundlegend, aber dennoch möchten wir auch nach Möglichkeit hin und wieder interessante Hardware unter die Lupe nehmen. Nachdem die persönliche Anschaffung des neuen iPhone 3GS bereits geglückt war, können wir uns nun auch über eine Leihstellung von Apple freuen. Zur Verfügung gestellt wurde uns ein brandaktuelles MacBook Pro mit 15“ Display und 2,8 GHz DualCore-CPU.

Dieser Test mag sich vielleicht nicht unbedingt an die Hardware-Profis richten, die jede FPS-Zahl in Benchmarkform sehen wollen, sondern beschäftigt sich eher mit den Grundeigenschaften der Notebooks. Warum kostet ein Apple-Notebook eigentlich mehr als ein normales PC Notebook von Acer, Asus und Co.? Ist ein MacBook überhaupt für jeden zu gebrauchen und lohnt dieser Aufpreis? Diesen und mehr Fragen, gehen wir in unserem Test auf den Grund.

Das Gehäuse und die verbaute Hardware im Blickpunkt

Eine der Besonderheiten des neuen MacBook Pro ist in jedem Fall das sogenannte „Unibody“-Gehäuse. Wer schon mal ein Notebook besessen hat, wird es kennen, da gibt es teils quietschende Tastaturen, oder welche die zu weit nachgeben, Plastik das sehr schnell unangenehm heiß wird und manchmal sogar relativ billig aussieht, sowie kein angenehmes Tippen auf Dauer ermöglicht. Was Apple nun getan hat? Sie haben ein Gehäuse aus einem einzigen Aluminium-Block hergestellt, in dieses wurden Löcher für die Tastatur, Lautsprecher, etc. mit einem speziellen Laserbohrer vorgenommen. Somit erhält man ein Gehäuse fast aus einem Block, ohne haufenweise Lücken, Verschraubungen oder sonstige Dinge die das Aussehen stören oder anfällig für Fehler wären. Lediglich auf der Unterseite findet man einige winzige Schrauben, um etwa Hardware austauschen zu können. Ansonsten sucht man Schrauben, mehrere Stücke die zusammen gesetzt wurden oder sonstige Ungereimtheiten vergebens.

Gehäuse

Gehäuse

Damit aber nicht genug, dass komplette Notebook ist auch extrem dünn, gemessen an anderen 15“ Notebooks. Das Display kommt in spiegelnder Glossy-Bauweise, aber dennoch sehr guter Qualität daher. Entsprechend eignet sich unsere Testvariante nicht zwangsläufig für alle Lichtverhältnisse, da Spiegelungen entstehen können. Anschließend muss also die Helligkeit hoch gedreht werden, womit wiederum die Akkulaufzeit verringert wird. Trotzdem ist das kristallklare Bild bei einer maximalen Auflösung von 1440×900 Pixel im Widescreen-Format eine echte Augenweide. Farbtreue und Ausleuchtung lassen auch bei sehr schrägem Blickwinkel keine Wünsche offen. Natürlich ist auch der Deckel mit dem eingesetzten Display und der Glasabdeckung davor sehr schmal gehalten, aber dennoch sehr stabil. Ihr müsst also auch bei Zugfahren nicht mit einem umher wackelnden Display auskommen, was durchaus eine Seltenheit geworden ist. Überhaupt ist das Design zwar schick aber auch schlicht gehalten, auf besondere leuchtende Tasten oder sonstige verspielte Leuchtelemente muss größtenteils verzichtet werden. Wer auch im ausgeschalteten Zustand wissen möchte, welche Restladedauer beim Akku verbleibt, der kann an der Seite auf einen kleinen Knopf drücken und erfährt via kleinen LEDs den aktuellen Restladezustand.

Akku-Ladezustand

Akku-Ladezustand

Im Gerät selbst stecken je nach Ausführung leicht unterschiedliche Komponenten. Unser Testgerät verfügte über einen Intel Core 2 Duo mit 2x 2,8 GHz CPU, 4 GB Ram, einem integrierten Nvidia Chipsatz mit GeForce 9600M und einem dedizierten Grafikchip mit GeForce 9600 M GT (512 MB), die Wahl welcher Chip genutzt wird, kann selbst bestimmt werden. Was übrigens je nach Anwendung natürlich auch eine geringere Hitzeentwicklung und längere Akkulaufzeit nach sich zieht. WLAN 802.11n N, Slot-In DVD-Laufwerk und eine 500 GB Festplatte mit laufruhigen 5400 U/min runden das sehr gute Gesamtpaket ab.

Tastatur, Touchpad und Arbeitsgefühl

Die Tastatur mag auf den ersten Blick zwar nicht für jeden sehr schick bzw. einfach sehr schlicht aussehen, erfüllt seine Dienste aber bestens. Der Abstand zwischen den einzelnen Tasten ist großzügig bemessen, dass Tastgefühl makellos und ein leises und entspanntes Tippen ist auch über viele Stunden problemlos möglich. Dank einem Helligkeitssensor, schaltet sich auch eine Tastaturbeleuchtung auf Wunsch ein, die sich der Umgebung anpasst und somit ebenfalls das Arbeitsgefühl in dunkleren Umgebungen verbessert.

Das verbaute Touchpad ist weiter gewachsen, allerdings sucht man extra Tasten für die Gegenstücke der Maus auf den ersten Blick vergebens. Diese sind im Touchpad integriert und geben eine hörbare und fühlbare Rückmeldung beim Klick ab. Der obere Bereich des Touchpads lässt sich entsprechend nicht als Taste direkt gebrauchen. Auf Wunsch kann man natürlich auch auf die Maustaste direkt verzichten und einfach durch kurzes Tippen auf das Touchpad einen Mausklick simulieren. Das Touchpad ist weiterhin Multitouch fähig, soll heißen ihr könnt mehrere Finger verwenden um weitere Gesten auszuführen, dazu zählt Scrolling, Zoomen, Drehen und vieles mehr. Nach der Betrachtung der anschaulichen Videos funktioniert das nach kurzer Eingewöhnungszeit auch wirklich gut, wer schon einmal mit einem iPhone gearbeitet hat, dürfte schnell klar kommen.

Tastatur und Touchpad

Tastatur und Touchpad

Windows auf dem MacBook Pro

Das sich Macs inzwischen auch mit Windows vertragen sollte bekannt sein, trotz allem ist mit Vista nicht alles Gold was glänzt. Die Installation klappt zwar problemlos mit BootCamp, aber der Zugriff auf alle integrierten Komponenten ist nicht 100% gewährleistet. Eine Maus sollte beispielsweise angeschlossen werden und auch mit geringerer Akkulaufzeit und weniger guter Touchpad-Ausnutzung muss man wohl leben. Denn der Wechsel zwischen den beiden Grafikchips scheint unter Vista nicht so problemlos möglich zu sein, was zu einem höheren Stromverbrauch, Hitzeentwicklung und verringerter Akkulaufzeit, sowie Geräuschentwicklung führt, da der dedizierte Grafikchip für alles verwendet wird.

Grundsätzlich ist Windows auf dem MacBook Pro zwar möglich, aber nur mit Auswirkungen auf Lautstärke, Akkulaufzeit und weiteren Einschränkungen. Wer damit leben kann, der kann natürlich auch mit Vista arbeiten, wie gesagt geht dadurch aber einiges an Besonderheiten und den wichtigsten Aspekten verloren, die das Gerät auszeichnen. Unter diesem Punkt sollte man gut überlegen, ob man nicht doch besser zu einem PC Notebook greifen möchte.

Arbeiten mit MacOS X und die Akkulaufzeit

Warum die genannten Punkte so tragisch sind, erwähnen wir nun für euch. Denn neben den oben genannten Einschränkungen, arbeitet das MacBook Pro im Betrieb mit dem Hauseigenen Betriebssystem meistens mit dem schwächeren Grafikchip. Was für geringere Abwärme, genug Leistung und weniger Lautstärke und natürlich deutlich mehr Akkulaufzeit sorgt. Die genaue Dauer der Akkulaufzeit ist schwer zu messen, beschränkt man sich auf das Schreiben von Texten (aber nicht ununterbrochen) und dem Surfen im Web (Kabel), mit WLAN geht entsprechend etwas mehr Akkuzeit flöten, so kommt man durchaus auf 6 Stunden mit einer ordentlichen Displayhelligkeit ohne weitere Einschränkungen. Dies ist durchaus eine beeindruckende Zeit, wer die Helligkeit noch weiter runter regelt und weniger intensive Nutzungen vornimmt, der kann grundsätzlich sogar mit 7 Stunden an Laufzeit rechnen.

Display und Anschlüsse

Display und Anschlüsse

Dies sind letztlich Zeiten, wie man sie meistens nur noch aus den neuen Netbooks mit 9-10“ Display (Matt) und großen Akkuzellen her kennt. So kommen auch diese Geräte auf eine Laufzeit von 7 Stunden unter Idealbedingungen, allerdings mit kleinerem Display, schwacher Display-Ausleuchtung, einer Tastatur auf der langes Schreiben meist weniger angenehm ist und natürlich die Leistung des Gerätes wesentlich geringer ist. Trotz der langen Laufzeit bleibt das Gerät sehr flach und mit ca. 2,5 kg auch noch in einem relativ mobilen Bereich.

Das Arbeiten mit MacOS X geht natürlich problemlos von der Hand, allerdings brauchen Umsteiger oder bisherige Windows-Nutzer einige Zeit um sich zurecht zu finden. Andere Programme, andere Fenster-Navigation, andere Abläufe bei Installation und Deinstallation von Software und vieles mehr. Die Umstellung ist also nicht gerade einfach, besonders für eingefleischte Windows-Benutzer. Das System selbst läuft aber sehr schnell, reibungslos und zuverlässig, wie man es eben gewöhnt ist. Natürlich kann man auch nicht wie gewohnt jegliche Software auf dem MacOS X laufen lassen, gleiches gilt natürlich für Spiele.

Für unseren Test hatten wir uns einmal das aktuelle „Die Sims 3“ auf dem MacBook Pro installiert. Die Installation und Ladezeiten blieben kurz und trotz hoher Auflösung (1440×900 Pixeln) blieb das Spiel erstaunlich flüssig. Natürlich wird bei einem so rechenintensiven und brandaktuellen Spiel die Akkuleistung stark beeinträchtig und auch eine größere Geräuschen- und Hitzentwicklung liegt vor. Trotzdem liegt all dies noch in einem guten Bereich und ist nicht als störend zu empfinden, somit lässt sich also kurz gesagt auch feststellen, dass sich aktuelle Spiele die Hardware intensiv sind, auch auf dem MacBook Pro sehr gut abspielen lassen. Natürlich muss man damit leben, dass nicht sehr viele Spiele für PC und MAC gleichzeitig lauffähig sind und man somit Allgemein das MacBook Pro weniger als Spielgerät nutzen kann.

Fazit: Wer unseren Test aufmerksam gelesen hat, dem sollte nun zumindest zum Teil klar sein, warum dass MacBook Pro preislich in höheren Regionen angesiedelt ist. Neben hochwertigen Komponenten, dem Alu-Gehäuse und einigen anderen Details, trumpft das Gerät vor allem auch bei der extrem langen Akkulaufzeit auf, zumindest unter MacOS X. Unter Vista muss man mit einigen Einschränkungen leben und auch im Bereich der Spiele ist das MacBook weniger geeignet, solange man eben auf MacOS X setzt. Wer allerdings ein hochwertiges und edles Notebook mit hoher Zuverlässigkeit und einer Akkulaufzeit wie bei einem Netbook sucht, was noch dazu Leistungstechnisch oben mit spielt, der findet mit dem aktuellen MacBook Pro den idealen Partner. Bei 5 bis fast 8 Stunden an Akkulaufzeit und extrem guter Verarbeitung gibt es nur wenig Grund für Kritik, trotz allem bleibt natürlich der sehr hohe Preis bestehen und trotz der guten Technik und Akkuleistung bezahlt man auch immer noch den Namen und das Design von Apple mit.

Einschätzung – TouchGamers.de: 9/10

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